Social Media ohne Wirkung, das beschreibt es oft ziemlich genau: ein Kanal, ein paar Beiträge im Monat, vielleicht ein paar Likes. Aber wenn im nächsten Führungsmeeting die Frage kommt, was das eigentlich gebracht hat, wird es schnell still. Niemand kann so richtig sagen, ob sich der Aufwand lohnt.
Das ist ein sehr verbreitetes Gefühl, und es hat meistens denselben Grund: Es wird gepostet, weil man es eben tun sollte. Wer damit erreicht werden soll und warum, ist oft gar nicht geklärt. Ohne dieses Ziel wirkt jeder Beitrag beliebig, egal wie professionell er aussieht.
Social Media ohne Wirkung: Warum es trotzdem wichtig ist
Dabei ist die eigentliche Chance groß, gerade für Unternehmen mit einem erklärungsbedürftigen Angebot. Wer online mit echtem Fachwissen sichtbar wird, bekommt genau die Aufmerksamkeit der Menschen, die später eine Kaufentscheidung treffen. Diese Menschen recherchieren heute lange online, bevor sie überhaupt ein Verkaufsgespräch suchen. Wer in dieser Phase nicht sichtbar ist, kommt gar nicht erst in die engere Auswahl.
Der Unterschied zwischen Beliebigkeit und Wirkung ist selten die Häufigkeit der Beiträge. Es ist die Frage, ob echte Substanz dahintersteht: ein Einblick, eine ehrliche Meinung, ein Projekt, aus dem man etwas lernen kann. Das erreicht wenige, aber genau die richtigen Menschen, was im B2B-Geschäft mehr wert ist als große Reichweite bei den Falschen.
Oft reicht schon eine einzige Person im Unternehmen, die regelmäßig mit echter Substanz auftritt, um diesen Unterschied spürbar zu machen. Es muss nicht die Geschäftsführung sein, oft wirkt eine fachlich versierte Stimme aus dem Projektalltag sogar glaubwürdiger.
Kurz gesagt: Social Media wirkt im B2B über die wenigen Menschen, die später eine Kaufentscheidung treffen. Eine fachlich versierte Stimme aus dem Projektalltag erreicht sie besser als jede Kampagne.
Ausführlich dazu mein Standpunkt B2B Storytelling: Warum die beste Geschichte meistens schon da ist.
Häufige Fragen
Woran erkenne ich, ob unsere Social-Media-Aktivität wirkt?
Daran, ob die richtigen Menschen reagieren und ob daraus Gespräche entstehen, die der Vertrieb vorher nicht hatte. Likes und Follower sagen im B2B wenig aus.
Muss die Geschäftsführung selbst posten?
Nein. Oft wirkt eine fachlich versierte Stimme aus dem Projektalltag glaubwürdiger, weil sie erkennbar aus der Praxis spricht.
Welche Inhalte funktionieren im B2B auf LinkedIn?
Echtes Fachwissen: gelöste Kundenprobleme, Einblicke in Projekte, Entscheidungen und ihre Gründe. Hochglanzbilder ohne Substanz erreichen die falschen Leute.